Unser Clubkino besteht seit dem 1. April 1994. Unser erster Film war "Einer trage des
anderen Last". Das Ganze hatte damals noch einen sehr provisorischen und improvisierenden
Charakter, was durch unsere mangelnde Erfahrung begründet war. Auch unsere Besucherzahlen
waren damals eher der Kategorie sporadisch zuzuordnen.
Aber spätestens seit unserem Umzug ins Dachgeschoß des Sport- und Jugendhauses im
Mai 1997, wo wir dann nicht mehr zu jeder Vorstellung die Vorführmaschinen auf - und
abbauen mußten, können wir im Schnitt ca. 20 Besucher pro Film
begrüßen.
Mittlerweile zeigen wir regelmäßig Freitags und Mittwoch den Film der
"Woche". Ab und zu, wenn sich etwas ergibt, steht auch Kinderkino auf dem Spielplan -
dann meistens Sonntags.
Unser Programm beraten wir einmal im Monat. Wir versuchen darauf zu achten, daß ein abwechslungsreiches Programm zustande kommt, mit Filmen die im "Großen" Kino zu kurz kommen, bekannteren Filmen a'la Hollywood, aber auch mindestens einmal im Monat einen anspruchsvolleren Film als Alternative zum "Mainstream-Kino". Außerdem sind Filmwünsche jederzeit willkommen und werden auch meistens erfüllt!
Eckdaten des Clubkinos:
max. Plätze: ab 60 Personen wird's eng... (Unser Rekordbesuch: 116 !!!)
Vorführtechnik: TK35 von 1949 (die läuft und läuft und läuft....)
Sound: Mono Surround ;-)
Vorführer: 3 bis 5 - natürlich nicht pro Vorstellung
Leinwand: weiß (das größte CinemaScope-Bild von Feldberg!)
Eintrittspreise: 4,00 € normal / 3,00 € ermäßigt / 2,00 €
Kindervorstellung
Jeden Dienstag um 17:00 Uhr!
Fallada - letztes Kapitel(DDR 1988)
mit Jörg Gudzuhn, Jutta Wachowiak, Corinna Harfouch, Katrin Saß u.a.
"Ein Schriftsteller schreibt. Was ist daran filmisch oder so spannend, daß
jedermann deswegen ins Kino geht. Spannend wird es durch das, was über das Schreiben
hinausgeht, was auf anderes verweist, was jeder für sich annehmen kann." schreibt der
DEFA-Regisseur Roland Gräf in seinen Notaten zur Biographieverfilmung.
Schwierigster Balanceakt beim Drehen: Nichts verschweigen von dem, was Fallada
"angerichtet" hat, keinen einzigen seiner Widersprüche, keine einzige seiner
unangenehmen Seiten, ihn aber trotzdem nie aufgeben, in keinem Moment, in keiner Szene.Falladas
Leben ist eine Mischung aus Dichtertragödie und Kleinbürgerdrama. Und was letzteres
angeht, es ist deshalb so aufschlußreich, weil bei Fallada die Amplituden so groß,
die Gefährdungen näher, die Abstürze tiefer und die Aufstiege mühevoller
sind. Der Sonderfall als extreme Formulierung des "Normalfalles". Was einem Menschen
alles passieren kann, nicht nur Fallada, auch dir und mir. Und nicht nur in grauer Vorzeit,
sondern auch noch hier und heute.
Der Film schildert die letzten zehn Jahre des Schriftstellers Hans Fallada.
Er lebt in den 1930er Jahren mit seiner Familie in der Abgeschiedenheit Mecklenburgs und
befindet sich in einer Schaffenskrise. Als er den Auftrag für ein Drehbuch erhält,
ist er zu inhaltlichen Zugeständnissen, die die Nazis von ihm erwarten, nicht
bereit.
Von eh und je labil, flüchtet er wieder in Alkohol und Drogen. Mit der Beziehung zum
Dienstmädchen setzt er seine Ehe einer Zerreißprobe aus. Beim Einmarsch der Roten
Armee wird er vorrübergehend Bürgermeister von Feldberg. Durch eine ebenfalls
drogenabhängige Geliebte gerät er in einen immer tieferen Abgrund. Im Februar 1947
stirbt Fallada in der Berliner Charité.
Freitag -3.9. - 20:30 Uhr / Mittwoch - 8.9. - 19:30 Uhr +
Freitag -10.9. - 20:30 Uhr / Mittwoch - 15.9. - 19:30 Uhr
GhostwriterThriller (FR/BRD/GB 2010) 128 Min.
Regie: Roman Polanski
mit Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Kim Cattrell u.v.a.
Nach dem mysteriösen Ableben des ursprünglichen Autoren wird ein renommierter Ghostwriter engagiert, das Verfassen der Memoiren des ehemaligen britischen Premiers Adam Lang zu übernehmen. Dazu erhält er das ursprüngliche Manuskript und Sessions mit Lang, der sich mit seiner Entourage, darunter Ehefrau Ruth und Assistentin Amelia, in der Villa eines Mäzens auf Martha's Vineyard befindet. In die angespannte Atmosphäre platzt die Nachricht, dass Lang gemeinsame Sache mit der CIA gemacht haben soll. Der Ghostwriter sticht in ein Wespennest.
Freitag -17.9. - 20:30 Uhr / Mittwoch - 22.9. - 19:30 Uhr +
Freitag -24.9. - 20:30 Uhr / Mittwoch - 29.9. - 19:30 Uhr
Vincent will meerDrama, Tragikomödie (BRD 2010) 95 Min.
Regie: Ralf Huettner
mit Florian David Fitz, Karoline Herfurth, Heino Ferch u.v.a.
Vincent leidet am Tourette-Syndrom. Als seine Mutter stirbt, will er ihr ihren letzten Wunsch, einmal noch das Meer zu sehen, erfüllen. Mit ihrer Asche in einer Bonbondose flieht er aus seinem Pflegeheim und macht sich im von der Heimleiterin geklauten Auto auf den Weg nach Italien. Begleitet wird er von einer magersüchtigen jungen Frau und einem Zwangsneurotiker. Verfolger lassen nicht lange auf sich warten: Die Heimleiterin und Vincents Vater setzen alles daran, den Ausreißer zu stellen. Beginn eines turbulenten Abenteuers.